Slowenische Malerin, mag. Irena Gajser findet immer neue künstlerische Motive in der Natur, wie zum Beispiel Obst, Blumen oder Bäume, im Einklang mit der idyllischen Vision von unbefleckter Schöpfung, mit ihrer unzähliger Form- und Farbvariationen, bei dennen sie sich mit formellen und koloristischen Problematiken des Malens sowohl in der Acryl- als auch in Aquarell-Technik sowie Informell und Kollage gerne auseinandersetzt. Im Laufe der Zeit entwickelte sie einen leicht geometrisch stilisierten Malstil, der durch betonten Strukturalismus  und dynamischer Komposition einen durchaus expressiven Gesamtausdruck wiedergibt. Die Kunstwerke von Irena Gajser wiederspiegeln nicht nur ihre eigene intime Gefühle im unmittelbaren Kontakt mit der Natur und nicht zuletzt mit dem Gott, sondern können auch im Ökologischen Sinn als eine Mahnung an die Menscheit vor der Vernichtung der Erde durch rücksichtsloser Industrialisierung und Urbanisierung betrachtet werden. In einer Ihrer Schaffensperiode entdeckte die Künstlerin eine besondere Inspirationsquelle in herbstlichen Waldlandschaften mit einer, für sie ziemlich seltener, Vanitas oder Memento Mori Thematik, die sowohl die ökologische als auch die psychologische Aspekte des Sterbens hervorruft. Auf ihrer neuesten Ausstellung im Rahmen der Evangelischer Kirche Kärnten und Osttirol in Villach stellt sie die Bilder aus zweil neuesten, geometrisch stilisierten Malzyklen, dem Roten und dem Blauen Zyklus aus,  wo sich die dynamisch-gestische Pinselstriche und Aktions-Interventionen mit Halbkreis- und Spiral- oder Quadratformen begegnen, um eine Symbolik des Auseindersetzung zwischen Vernunft und Chaos hervorbringen, mit Anspielung an eine demiurgische Intervention, sozusagen zwischen Himmel und Erde.  

Mario Berdič Codella, Kunstkritiker, Maribor

 

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